Die Fakten

Fabio Leimer
Geburtsdatum: 17. April 1989
Geburtsort: Rothrist, AG, Schweiz
Nationalität: Schweizer
Beruf: Rennfahrer, Reserve- und Entwicklungsfahrer
Teams: Manor Marussia F1 Team

Fabio Leimer ist ein Schweizer Rennfahrer, welcher ausserordentliche Erfolge in den obersten Motorsportmeisterschaften erzielen konnte. Sein bisher grösstes Highlight ist der Gewinn des GP2 Titels im Jahr 2013. Die GP2 ist eine Stufe unterhalb der Formel Eins und deren Rennen finden auf den Strecken der F1 Weltmeisterschaft während der Austragungswochenenden statt. Die GP2 ist also ein idealer Schauplatz für junge Talente, um sich zu präsentieren. Fabio tat genau dies, als er drei Rennen und sieben Podestplätze auf dem Weg zum Titel für sich entscheiden konnte.

Diese harte Arbeit und der Erfolg machten sich bezahlt. Sein Talent wurde erkannt und er ist jetzt der Ersatz- und Entwicklungsfahrer des Manor Marussia F1 Teams, für das er bereits im Marussia MR03B Formel Eins Auto ein Freitagstraining während des Ungarischen Grand Prix Wochenendes fahren konnte.

“Es is einfach unglaublich, in einem Formel Eins Auto zu sitzen.” sagt er. “F1 ist die Spitze der Motorsportmeisterschaft, und ich bin endlich als dritter Fahrer mit dabei. Es fühlt sich unglaublich an, allerdings habe ich jetzt Hunger auf mehr, denn ich will Hauptfahrer werden. Deshalb strebe ich vorwärts, arbeite unglaublich hart und versuche mein Bestes zu geben.”

Fabio arbeitet jetzt in Richtung eines Rennsitzes in der Formel Eins Weltmeisterschaft. “Zum ersten Mal in einem F1 Auto in Budapest zu sitzen, war für mich sehr positiv.” sagt er. “Ich begann sofort, das Auto kennenzulernen und zu verstehen. Neben dem gibt es natürlich noch die finanzielle Seite, an der wir sehr hart arbeiten, um mein Ziel zu verwirklichen.”

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Fabio plaudert

Wie unterscheidet sich die F1 von anderen Kategorien?

"Je weiter man sich höher durch die Kategorien hochbewegt, desto stärker wird der Abtrieb des Autos. Man muss immer wieder von neu lernen, wie sich das Auto fährt, um stetig schneller zu werden. Ich muss gestehen, dass die Formel Eins als höchste Kategorie gillt, jedoch geht es nicht nur um das Fahren - es geht auch um die Mediensachen und während eines Rennwochenendes kann es ziemlich busy werden."

Was waren Deine Eindrücke des F1 Autos, als Du es während des Ungarischen Grand Prix fuhrst?

"Es war das erste Mal, dass ich dieses neuere Formel Eins Auto fuhr, deshalb sind meine Vergleichsmöglichkeiten zu den anderen Autos beschränkt. Das Auto fährt sich sehr sanft über die Randsteine. Der grösste Unterschied ist das Vorhandensein der Servolenkung, deshalb gestaltet sich das Einlenken als sehr einfach. Auf der Geraden ist es sehr schnell und die Beschleunigung ist einfach unbeschreiblich."

Du warst schnell in der F1 Trainingseinheit...

"Ich war ehrlich gesagt davon überrascht, denn es war schon lange her, seit ich Ende 2014 in einem richtig schnellen Auto war. Es ist ziemlich positiv und ich bin bereits recht nah an meinem Teamkollegen drann; während einer Phase war ich sogar schneller, und ich kann sicherlich noch einiges an mir verbessern."

Was ist die Aufgabe des dritten Fahrers?

"Falls einer der beiden Hauptfahrer das Rennen nicht bestreiten kann, dann springt der dritte Fahrer ein. Der Fahrer hilft allerdings auch dem Team. Beispielsweise in Budapest, als ich die Chance erhielt, das Auto zu fahren, wollten Sie mein Feedback als Vergleichswert zu dem der anderen Fahrer. Ich nehme an allen Besprechungen teil -- ich bin eigentlich Teil der Familie."

Obwohl Rennfahren in der Schweiz verboten ist, gibt es dort dennoch eine lange Motorsporttradition.

"Vor allem in den letzten 10 Jahren gab es einige sehr starke Fahrer aus der Schweiz. Ich kenne die genauen Gründe dafür nicht, aber das ist sehr positiv für uns und ich bin sehr glücklich darüber."

Bist Du als Schweizer ein Liebhaber von Fondue oder der berühmten Toblerone Schokolade?

"Ich muss gestehen: Ja! Ich hasste eigentlich Fondue als Kind, aber jetzt hab ich es richtig gern. Allerdings ziehe ich Raclette vor. Schokolade mag ich sehr, aber ich esse sie nicht so viel aus offensichtlichen Gründen."

Falls Du nicht ein Rennfahrer wärst, was würdest Du mit Deinem Leben machen?

"Es gab immer nur den Motorsport für mich, also habe ich mich auch nur darauf konzentriert."

Die Statistiken

Langstrecke

2014 FIA World Endurance Championship, LMP1, Rebellion Racing

Einzelplätzer

2015 FIA Formel E Virgin Racing Formula E Team
2015 FIA Formel 1 Reserve- und Entwicklungsfahrer Manor Marussia F1 Team
2014 FIA Formel E Reserve- und Entwicklungsfahrer Amlin Aguri
2014 Pirelli F1 Test mit Lotus F1 Team
2013 Internationale GP2-Serie – Gesamtsieger
2012 Internationale GP2-Serie – diverse Podesplätze, 7. Gesamtrang
2011 Young Driver Test mit Sauber F1 Team / 74 Runden / 417 km
2011 GP2 Race-Weekend Abu Dhabi – Gesamtsieger
2011 Internationale GP2-Serie – 14. Gesamtrang
2011 Internationale GP2-Asien-Serie – 5. Gesamtrang
2010 Internationale GP2-Serie – 1. Sieg
2010 Internationale GP2-Asien-Serie
2009 Internationale Formula Masters Serie – Europameister
2008 Internationale Formula Masters Serie – 2. Rang Europameisterschaft
2007 Formula Renault – Europa Cup und Italien-Meisterschaft
2006 Formula BMW – 4. Platz bei der “Rookie”-Klassifizierung

Kart

2006 Kart – 6. Platz Europameisterschaft – Cat. ICA
2005 Kart – Schweizermeisterschaft – Cat. ICA
2004 Kart – Schweizermeisterschaft – Cat. ICA Junior – Schweizermeister
2003 Kart – Schweizermeisterschaft – Cat. ICA Junior – Schweizermeister
2002 Kart – Schweizermeisterschaft – Cat. ICA Junior – 2. Platz
2000 Einstieg in den Kartsport

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